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Erfolgreich inserieren

21.08.2016

Tipps für ein erfolgreiches Angebot auf eBay & Co.

Hallo und herzlich Willkommen zu unserem neuen Gebrauchtpreis.net Ratgeber! Der erste Artikel soll sich um das Erstellen eines erfolgreichen Angebots auf Gebraucht-Handelsplattformen wie eBay & Co. drehen.

Ein Inserat auf eBay / eBay Kleinanzeigen oder Kalaydo ist schnell erstellt. Wenige Klicks genügen und der Artikel ist online. Dabei kann man in vielen Fällen zwischen einem kostenlosen Standard-Inserat und einem Inserat mit vielen kostenpflichtigen Zusatzfeatures, wie extra-großen Bildern, auffälligen Listenfarben, besondere Platzierung etc. wählen. Aber auch ohne viel Geld kann man auf sein Inserat aufmerksam machen und auch mit vielen Zusatzfeatures kann man viel falsch machen. Was ist also zu beachten?

 

1. Ein aussagekräftiges Artikelbild

Bei vielen Plattformen kann man kostenlos um die 5 Artikelbilder hochladen. Aber nur das erste Bild erscheint auch in der Liste der Suchergebnisse von eventuellen Kauf-Interessenten. Dieses sollte bereits viel über den angebotenen Artikel aussagen und die Blicke auf sich ziehen. 
Der größte Fehler, den man bei einem Online-Inserat machen kann ist es, garkein Bild zu verwenden. Denn diese Angebote gehen in den Suchergebnissen zwischen den bebilderten Angeboten der Konkurrenz unter und wirken zudem auch nicht vertrauenswürdig. Auch sollte man nicht zuerst das Angebot online stellen und mit einem "Die Bilder kommen später" Hinweis versehen, denn die Angebote werden in den Suchergebnissen standardmäßig nach Erstellungs-Datum sortiert (nicht nach Aktualisierungs-Datum!!). Bis die Bilder da sind, ist das Angebot von der ersten Ergebnis-Seite runter.
Aber zurück zum Haupt-Artikelbild, also dem Bild welches in den Suchergebnissen erscheint. Hier sollte man folgendes Beachten:

  • Gute Bildqualität: Achte auf eine vernünftige Belichtung. Am besten eignet sich Tageslicht oder das Licht einer Glüh- oder Halogenlampe. Das Licht manch sparsamer LED Beleuchtung (und dazu gehört auch der Kamera-Blitz der meisten Smartphones) verfälscht die Farben des fotografierten Gegenstandes. Ganz schlimm ist das Licht älterer Energiesparlampen, denn dieses lässt alles gelblich und blass wirken, der Artikel sieht aus wie aus dem Haushalt eines Kettenrauchers!

  • Ordentliche Umgebung: Achte darauf dass nicht zu viele andere Gegenstände mit auf dem Artikelbild sind. Dies lenkt den Betrachter zu sehr ab, und wirkt ausserdem unordentlich.

  • Ruhiger Hintergrund: Wenn Du den Artikel fotografierst, tue das auf einem "ruhigen" Hintergrund / Untergrund. Fotografiere z.B. nicht auf einer karrierten Tischdecke oder einem zerknittertem Bettlaken. Für Artikel die liegend fotografiert werden eignet sich gut ein Laminatboden oder eine einfarbige (Tisch-)decke. Die Farbe ist dabei abhängig vom Produkt zu wählen (siehe nächster Punkt). Für stehend fotografierte Artikel eignet sich am besten eine leere Zimmerwand als Hintergrund. Hier sollten keine Bilder, Schalter, Steckdosen etc. stören.
    Beispielbild fuer Bild-Wirkweise verschiedener Angebote
    Beispielbild fuer Bild-Wirkweise verschiedener Angebote


  • Kontrast zum Hintergrund: Neben der Ruhe des Hintergrunds zählt auch die Farbe. Hier sollte man auf möglichst viel Kontrast zum Artikel achten. Fotografiert man beispielsweise ein schwarzes Smartphone, sollte man dieses auf eine helle Tischdecke oder hellen Laminat legen. Ein weisses Smartphone dagegen eher auf eine dunkle Tischdecke.

  • Wichtigsten Teil des Artikels zeigen: Ein Foto kann immer nur 2-Dimensional sein, also nur eine Seite des Artikels zeigen. Wähle die wichtigste aus. Z.b. erkennt man ein iPhone sofort, wenn es von vorne fotografiert wird (an dem typischen Knopf in der unteren Mitte). Verkauft man dagegen ein MacBook, welche von der Front meist gleich aussehen, bietet sich ein Bild vom Profil des Gerätes an, da sich diese mehr durch die Dicke und die vorhandenen Anschlüsse unterscheiden.

  • Bei elektronischen Geräten: In Funktion zeigen: Verkaufst Du beispielsweise ein Smartphone, solltest Du dem Kaufinteressenten direkt durch das Artikelbild signalisieren dass das Gerät ordnungsgemäß funktioniert (natürlich nur wenn dem so ist!). Schalte das Gerät an und zeige ein Bild, welches auf eine normalen Funktion schließen lässt (z.B. der Startbildschirm). Zeige das Gerät nicht während des Bootvorgangs (das könnte aussehen als ob das Gerät einen Softwarefehler hat) und auch nicht mit einer Meldung auf dem Display (dies könnte nach einer Fehlermeldung bzw. ebenfalls einem Hard- oder Softwareproblem aussehen).

  • Keine "Stock-Photos": Benutze nicht die von Herstellern oder eBay angebotenen, sogenannten Stock-Photos, also Fotos auf denen der Artikel zwar abgebildet ist, wo es sich aber um ein künstliches, zu perfektes Bild und nicht um das Gerät, welches Du verkaufst, handelt. Dies wirkt unseriös, es lässt sich nicht nachvollziehen ob Du den Artikel wirklich besitzt.

  • Niemals fremde Fotos benutzen: Benutze keine Fotos von anderen Verkäufern, oder aus einer Internet-Suche. Dies kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen!

  • Vorsicht bei spiegelnden Gegenständen: Achte bei spiegelnden Gegenständen (z.B. Smartphones, Tablets etc.) darauf, dass sich nichts im Bild befindet wovon Du es nicht wünschst. Fotografiere aus einem Winkel aus dem Dein Spiegelbild nicht erscheint. Falls es sich nicht vermeiden lässt: Fotografiere nicht in Unterhose (oder gar ohne!) oder oben ohne. Rauche nicht! Und lach nicht, sowas hat es alles schon gegeben...

  • Macken und Gebrauchsspuren: Hat Dein Artikel Defekte, Macken oder Gebrauchsspuren die äußerlich erkennbar sind, solltest Du dieses auch im Bild festhalten (siehe Punkt 4: Ehrlichkeit). Dies muss allerdings nicht unbedingt im Haupt-Artikelbild erfolgen. Verwende dazu die weiteren zur Verfügung stehen Fotos um Detailaufnahmen zu zeigen. Achte beim Fotografieren darauf, dass Macken nicht schlimmer aussehen als sie sind. Reinige den Artikel und fotografiere mit indirekter Beleuchtung. Blitzlicht von der Kamera lässt jeden Kratzer doppelt so schlimm aussehen.

 

2. Ein treffender Titel

Beim Inserats-Titel besteht die Kunst darin, möglichst viele wichtige Informationen in wenigen Zeichen zu verpacken. Zu lange Titel werden je nach Bildschirmgröße abgeschnitten. Zu viele Abkürzungen wird niemand verstehen. Ein zu allgemeiner Titel lässt das Angebot untergehen.
Es ist daher von Vorteil, sich die wichtigsten Eigenschaften des angebotenen Artikels auszusuchen. Bei einem Smartphone ist das z.B. neben Marke und Modell vor allem der installierte Speicher und die Auflösung der Kamera. Die Farbe kann man sich hier sparen, denn die sollte auf dem Artikelbild zu erkennen sein (siehe Punkt 1). Lieber die wirklich wichtigen Informationen ausschreiben als zu viel Information mit Hilfe von Abküzungen in den Titel zu quetschen!

 

3. Eine ausführliche, jedoch nicht zu ausschweifende Beschreibung

In Deiner Artikel-Beschreibung sollten die wesentlichen Merkmale des Artikels aufgeführt werden, und zwar so, dass diese den Hauptteil des Beschreibungstextes darstellen. 

Ein wohlgeformtes Inserat
Ein wohlgeformtes Inserat
Hierfür bietet sich eine Aufzählungsliste an, welche stichpunktartig die Features und Merkmale aufzählt (Bei einem Smartphone z.B.: Displaygröße, Prozessor, Betriebssystem usw.). Natürlich ist es nett, einen kleinen Einleitungs- bzw. Begrüßungstext zu schreiben, aber spätestens im zweiten Absatz sollte dann auch genannte Liste folgen.
Der nächste Absatz sollte dann dem Zustand und ggf. weiteren Besonderheiten gewidmet werden; dies kann auch in Prosa-Text angegeben werden, denn wer bis hierhin gelesen hat interessiert sich wahrscheinlich für Deinen Artikel. Bei der Zustandsbeschreibung solltest Du auf jeden Fall möglichst ehrlich sein (siehe nächster Punkt).
Der letzte Absatz sollte dann Infos zur Kaufabwicklung enthalten, also z.B. die Bezahlung, wie schnell wird versendet, wie wird versendet (oder wo kann der Artikel abgeholt werden). Auch wenn z.B. eBay all diese Informationen nochmals abfragt und in den Angebotsdetails separat darstellt, ist es nett und sinnvoll dies auch nochmal in die Artikelbeschreibung zu setzen, denn viele Käufer übersehen die eBay Informationen. Schlussendlich solltest Du als Privatverkäufer - weil es leider sein muss - Rücknahme und Haftung für den angebotenen Artikel ausschließen (siehe Punkt 8).

 


4. Ehrlichkeit

Wenn Dein Artikel Defekte, Macken oder Gebrauchsspuren hat, solltest Du dieses ehrlich angeben. Natürlich erzielt ein einwandfreier Artikel einen höheren Preis als ein weniger makelloser. Wenn Du jedoch Dinge verschweigst die ein Käufer wissen sollte, provozierst Du damit einen Streit in den sich u.U. dann auch der Plattform-Betreiber (z.B. eBay), der Zahlungsdienstleister (z.B. Paypal) oder im schlimmsten Fall sogar ein Gericht einschaltet. In jedem Fall bedeutet es Ärger und einen Vertrauensverlust (Beispiel: Negative Bewertungen) und den Kaufpreis musst Du wahrscheinlich auch zurückerstatten. Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und wird mehr und mehr reguliert. Seie daher von Anfang an ehrlich, dies schafft Vertrauen und wenn der Interessent die Macken kennt, kann er für sich bewerten wie maßgebend diese sind.

 

5. Realistischer Preis

Beim Preis ist wieder die Kunst gefragt, den richtigen Mittelweg zu finden.

Preis-Berechnung auf Gebrauchtpreis.net
Preis-Berechnung auf Gebrauchtpreis.net
Ein zu hoher Ausgangspreis lockt von Anfang an keine Interessenten auf Dein Angebot; ein zu niedriger Preis lässt auf Mängel etc. schließen, außerdem verdienst Du daran nichts. Wähle daher den Preis im Durchschnittsfeld; Dein Angebot soll ja durch die Aufmachung punkten und nicht durch den Preis.
Am besten lässt Du dir den durchschnittlich erzielten Preis hier auf gebrauchtpreis.net errechnen, denn das ist der Preis der am Ende tatsächlich durch andere erzielt wurde, und wird nicht durch irgendwelche geheimen Formeln ermittelt! Suche Dir dann aus der Liste der Angebote eines heraus, was Deinem Artikel am ehesten entspricht (Modell, Ausstattung und Zustand). Abhängig von den Differenzen zu Deinem Artikel passt Du den dort erzielten Preis nach oben oder nach unten an (z.B. wenn Dein Artikel in einem etwas besseren Zustand ist als der Vergleichs-Artikel gehst Du etwas nach oben mit dem Preis).

 


6. Angaben zur Kaufabwicklung

Viele Interessenten schätzen es, wenn Du in Deinem Angebotstext noch ein paar Worte zur Bezahlung und Versand/Abholung verlierst (siehe Punkt 3). Auch wenn z.B. bei eBay viele Angaben in einem separatem Formular abgefragt und später oberhalb des eigentlichen Angebots angezeigt werden, ist es - gerade wenn Du z.B. Selbstabholung anbietest - sinnvoll, zusätzliche Informationen preiszugeben.
Dazu gehört z.B. an welchen Tagen und um welche Uhrzeit ein Artikel abgeholt werden kann, ist eine Besichtigung möglich, wenn Du versendest: Wann bringst Du den Artikel spätestens auf den Weg. Bei Abholung kann (je nach Größe und Gewicht des Artikels) noch wichtig sein ob der Abholort mit dem Auto oder gar einem Transporter/LKW anfahrbar ist, in welchem Stockwerk der Artikel steht, ob Helfer bereit stehen usw.

 

7. Nicht zu viele extra Features

Würdest Du bei einem Händler kaufen, der mit blinkenden Schildern und lauter Werbung auf sein Angebot aufmerksam macht und gleichzeitig beste Ware zum besten Preis verspricht? Wir nicht. Falls Du daher für zusätzliche Features bei der Angebotsaufmachung bezahlen möchtest, übertreibe es nicht. Ein farblich hinterlegtes Angebot mit extra Großem Bild, verschiedenen Texteffekten auf einer der besten Listenpositionen wirkt wie ein Werbeangebot und wird den Gebraucht-Artikel Suchenden nicht weiter interessieren. Beschränke Dich daher auf wenige Effekte. Ein großes Bild kann je nach Artikel sinnvoll sein, eine gute Listenposition ist das beste was Dir passieren kann, jedoch meist teuer.

 

8. Bei Privatverkauf: Haftung und Rückname ausschließen!

Das EU-Recht erlegt Verkäufern innerhalb der EU einige Pflichten auf. Dazu zählt z.B. eine Gewährleistung auf den Artikel zu geben sowie den Artikel innerhalb einer bestimmten Frist wieder zurückzunehmen. Dies gilt auch für gebrauchte Ware. Als Privatverkäufer bist Du nicht daran gebunden, solltest auf diesen Umstand jedoch gesondert hinweisen. Dies kannst Du z.B. mit folgendem Absatz unter Deiner Artikelbeschreibung tun: 

  Als Privatanbieter Verkaufe ich diesen Artikel unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung. Der Artikel kann nicht zurückgegeben werden. Mit der Abgabe eines Gebots bzw. dem Benutzen der Sofort-Kaufen Option erklären Sie sich damit einverstanden.

 



Hierbei sei aber noch auf ein paar Dinge hingewiesen:

  1. Lebt der Internethandel von Ehrlichkeit und um Ärger zu vermeiden sollte man ohnehin immer möglichst ehrlich sein (vgl. Punkt 4)
  2. Die sogenannte Mängelhaftung (§433 BGB) untersagt das arglistige Verschweigen grober Mängel etc. Der Absatz ist also kein Freifahrt-Schein zum Betrug!
  3. Verkauft man zu viele Produkte als Privatperson gilt man ggf. als gewerblicher Händler und kann sich nicht mehr auf den Haftungsausschluss berufen!

 

Wir hoffen dass wir Dir mit unserem ersten Ratgeber eine wertvolle Anleitung für das Erstellen eines erfolgeichen Inserats liefern konnten und wünschen Dir viel Erfolg bei Deinem nächsten Verkauf!

 

(Titelbild von pexels.com)

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